Neujahrsvorsätze einhalten: So bleibst Du am Ball!

Einige Wochen nach dem Jahreswechsel beginnt für viele eine schwierige Phase: Die Neujahrsmotivation nimmt ab und die Erfüllung der eigenen Ziele bzw. Vorsätze gerät in immer weitere Ferne. Was kannst Du jetzt tun, um Deine Motivation aufrechtzuerhalten? Wie kannst Du trotz schwindender Motivation Deine Neujahrsvorsätze einhalten?

Im folgenden Artikel möchte ich Dir einige Tipps vorstellen, wie es Dir gelingt, Deine Neujahrsvorsätze einhalten zu können und 2020 zu einem erfolgreichen Jahr zu machen!

Legen wir direkt los!

Nicht alles auf einmal!

Nimmst Du Dir zu viel auf einmal vor, wirst Du schneller scheitern. Es ergibt motivationsbezogen wenig Sinn, sein Leben zum Jahreswechsel um 180° zu drehen.

Du hältst diesen Wechsel vielleicht 1-2 Wochen durch. Spätestens im Februar ist Deine gesamte Motivation jedoch verflogen und Du bist wieder beim alten Status Quo angelangt.

Beginne deswegen doch lieber erst einmal mit einem Wechsel von 20°. Dir wird es durch die weniger intensive Umstellung leichter fallen, diesen Wechsel lange durchzuhalten. Ist dieser 20°-Wechsel einmal gefestigt, kannst Du Dich auf die nächsten 10-20° konzentrieren.

Metaphorisch gesprochen können jede 20° z.B. für einen bestimmten Lebensbereich stehen, den Du umkrempeln möchtest. So kannst Du Dich bspw. zum Jahresbeginn erst einmal um Deine körperliche Fitness konzentrieren.

Ist Deine Sport-Gewohnheit gefestigt, kannst Du Dich jetzt auf Deine Ernährungsumstellung konzentrieren – die nächsten 20° in Angriff nehmen sozusagen.

Ähnlich funktioniert diese Systematik beim Ziel, mit dem Rauchen aufzuhören. Anstatt direkt komplett aufhören zu wollen und somit eine 180°-Wende hinzulegen, beginne erst einmal damit, nur noch 5-mal pro Woche zu rauchen. Anschließend rauchst Du nur noch 4-mal pro Woche, 3-mal pro Woche und so weiter.

Kleine Schritte zum Ziel

Wie ich eben bereits erwähnt habe, ist es wichtig, kleine Schritte zu gehen, um langfristig am Ball zu bleiben.

Ich hoffe, Deine Wünsche und Vorsätze sind bereits zu konkreten Zielen umgeformt worden. Falls Du dies noch nicht getan hast, lies Dir zuerst diesen Artikel zur erfolgreichen Zielsetzung durch und lies anschließend hier weiter.

Zwischenziele setzen

Nachdem Du Dir konkrete, messbare Ziele gesetzt hast, ist es nun wichtig, diese Ziele in kleinere Zwischenziele herunterzubrechen.

So kannst Du das Ziel „Ich werde am 01.04.2020 drei Kilogramm abgenommen haben.“ In folgende Zwischenziele herunterbrechen:

  • Ich werde am 01.02.2020 ein Kilogramm abgenommen haben.
  • Ich werde am 01.03.2020 zwei Kilogramm abgenommen haben.

Warum ist denn überhaupt wichtig, sich erreichbar Zwischenziele zu setzen?

Nun – weil Du somit auf Deinem Weg zur Zielerreichung immer wieder Erfolgserlebnisse mitnehmen kannst. Oftmals ist ja die Motivation bzw. das Durchhaltevermögen das große Problem bei der Zielerreichung. Mit kleinen Erfolgserlebnissen auf dem Weg hältst Du Deine Motivation hoch und steigerst die Wahrscheinlichkeit, auch das Hauptziel erfolgreich zu erreichen.

Gewohnheiten aufbauen

Die beste – aber wahrscheinlich auch schwierigste – Methode zur Erreichung Deiner Ziele ist der Aufbau von Gewohnheiten. Sobald Du Dich bspw. nicht mehr zum Sport überwinden musst, sondern es aus Gewohnheit machst, wirst Du mit Leichtigkeit Dein Ziel erreichen.

Du benötigst somit nicht mehr ständig neue Motivation, um Dinge zu tun. Du tust sie einfach automatisch.

Wie kann man eine Gewohnheit aufbauen?

Eine Studie aus dem Jahre 2009 zeigt, dass es durchschnittlich 66 Tage dauert, um eine neue Gewohnheit in sein Leben zu integrieren. Das heißt: Du musst also knapp 2 Monate durchhalten, bevor sich der Vorgang „automatisiert“.

Doch wie schafft man es, 2 Monate die Motivation aufrechtzuerhalten, um eine Gewohnheit aufzubauen?

Mit Belohnungen arbeiten

Belohnungen können enorm helfen, Dein Durchhaltevermögen und Deine Motivation zu steigern. Für den einen ist eine Folge seiner Lieblingsserie eine Belohnung, für den nächsten ein Stück Schokolade.

Du hast somit täglich ein Erfolgserlebnis, wenn Du bspw. nach dem Sport ein Stück Schokolade essen darfst. Gleichzeitig verknüpft Dein Gehirn das Auftreten des positiven Ereignisses (Schokolade) mit der Ausführung der Tätigkeit.

Bei dieser Art der Konditionierung funktionieren wir Menschen nicht wesentlich anders als Tiere. Wenn wir für eine Handlung oder ein Verhalten belohnt werden, wird diese Handlung bzw. dieses Verhalten in Zukunft häufiger auftreten.

Versuche also, Dich aktiv zu konditionieren, indem Du positive Ereignisse mit der Tätigkeit assoziierst, für welche Dir die Motivation fehlt (z.B. zum Sport gehen).

Du wirst merken, dass es Dir mithilfe dieser Belohnungsstrategie bzw. Konditionierung leichter fallen wird, eine derartige Gewohnheit über den Zeitraum von knapp 2 Monaten aufzubauen.

Äußeren Druck erzeugen

Eine Methode, um einfacher Deine Neujahrsvorsätze einhalten zu können, ist die Erzeugung von äußerem Druck. Was meine ich damit?

Grundsätzlich geht es darum, sich zur Erreichung seiner Ziele in einer bestimmten Art und Weise zu verpflichten. Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten, sich zur Erreichung eines Ziels zu verpflichten.

Du könntest z.B. einigen Deiner Freunde von Deinem Ziel bzw. Vorhaben erzählen. Falls Du es nicht erreichen solltest, musst Du damit rechnen, mit blöden Kommentaren oder Häme konfrontiert zu werden. Da wir eine solche Situation vermeiden möchten, entsteht ein besonderer Druck, das Ziel tatsächlich zu erreichen.

Dieser Druck kann sich schnell in situative „Motivation“ umwandeln, die Dich jene Dinge tun lässt, auf die Du vielleicht keine Lust hast. Eine ähnliche Art von Druck hat bestimmt jeder von uns einmal erlebt – der Prüfungsstress.

Man hat das Lernen aufgeschoben und die Prüfung rückt immer näher. Die Nacht vor der Prüfung ist angebrochen und man hat weiterhin noch nicht eine Minute gelernt. Wir haben jetzt nicht mehr Lust zu lernen als vorher. Durch unsere Versagensangst bei der Prüfung allerdings entsteht eine Energie, die uns zum Lernen antreibt.

Diese Methodik kannst Du auch für Dich anwenden, wenn es um das Einhalten Deiner Neujahrsvorsätze geht.

Webseiten zur Erreichung von Zielen

Neben Freunden oder Facebook-Gruppen kannst Du Dich auch auf diversen Webseiten dazu verpflichten, ein Ziel zu erreichen. Hier musst Du Geld an eine bestimmte Person bezahlen, wenn Du Dein Ziel nicht erreichen solltest.

Ein Beispiel hierfür wäre die Webseite ‚GoFuckingDoIt‘.

Der o.g. Druck entsteht hier durch die Unlust, einfach so Geld abzugeben. Auch dadurch kann situativ „Motivation“ entstehen, die Dir dabei hilft, Deine Neujahrsvorsätze einzuhalten.

Fazit

Es gibt verschiedene Wege, die Dir dabei helfen, Deine Neujahrsvorsätze doch noch einhalten zu können.

Neben einer konkreten Zielsetzung als Fundament solltest Du diese Ziele in kleinen Schritten angehen und Dich nicht übernehmen. Ansonsten verlierst Du schnell die Motivation und gibst früher auf.

Teile Dir die Hauptziele in kleine Zwischenziele auf, um regelmäßig Erfolgserlebnisse feiern zu können.

Um wirklich langfristig einen Vorsatz einzuhalten, führt kein Weg an der Aneignung einer Gewohnheit vorbei. Versuche hier, die Tätigkeit für mindestens 2 Monate durchzuführen, um die Gewohnheit zu festigen.

Als weitere Option kannst Du Dich zur Erreichung Deiner Ziele verpflichten. Erzähle so vielen Freunden wie möglich von Deinem Vorhaben. Wenn Du Dein Ziel jetzt nicht erreichst, stehst Du als Versager dar und musst mit unschönen Kommentaren in Deine Richtung rechnen.

Dadurch wird Druck entstehen, der Dich dazu zwingt, Deine Ziele tatsächlich zu erreichen.

Diesen Druck kannst Du auch in Facebook-Gruppen oder auf Webseiten wie ‚GoFuckingDoIt‘ erreichen.

Ich hoffe, Du konntest einiges an Tipps für Dich mitnehmen und auch hoffentlich erfolgsbringend für Dich umsetzen.

Ich wünsche Dir von ganzem Herzen, dass Du Deine Neujahrsvorsätze einhalten wirst und 2020 zu Deinem Jahr machst!

Dein Basti