Warum manche Trainierende erfolgreich sind und manche nicht!

Erfolg beim Muskelaufbau hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab. Heute möchte ich aber ein Thema behandeln, welches mit sehr auf dem Herzen liegt. Und zwar ist das die Einstellung zum Kraftsport an sich. Denn an der Einstellung lässt sich sehr schnell erkennen, wer wirklich will und wer nicht.

Ich möchte, gerade zum Jahresbeginn, viele motivieren, ihre Ziele höher zu steckenhart an sich zu arbeiten und wirklich Gas zu geben. Aber fangen wir von vorne an.

Die Einstellung zum Sport

In schwierigen Momenten trennt sich die Spreu vom Weizen. Das liegt an der mentalen Einstellung zum Kraftsport. Diese unterscheidet zwischen Erfolg und Misserfolg beim Muskelaufbau.

Jeder hat mal einen schlechten Tag. Man schafft die angepeilten Gewichte nicht und ist genervt. Absolut verständlich: Ich denke, jeder von uns hatte schon einmal so einen Tag, an dem nicht alles rund lief. Wichtig ist, damit richtig umzugehen.

Es gibt zwei Typen von Reaktionen auf solch einen Tag bzw. solch ein Training:

  • Typ 1: Es entsteht eine Trotzreaktion, weil es nicht nach Plan läuft. Man lässt sich davon herunterziehen, ist genervt von fehlender Leistungsfähigkeit im Training.
  • Typ 2: Dieser Typ zeigt Wille und reagiert sehr rational auf das Problem. Er analysiert das Problem und findet Lösungen. Er lässt es überhaupt nicht an sich heran.

Wie Du vielleicht merkst: Die Einstellung zum Sport ist entscheidend, wenn es um Probleme geht. Man kann entweder emotional oder rational reagieren. Rational ist hier klar die bessere Variante.

Auch der Typ 2 muss in dieser Trainingseinheit seine Gewichte reduzieren. Er hat das gleiche Problem wie Typ 1. Er zeigt nur eine deutlich bessere Reaktion.

Niemand, absolut niemand hat Lust, seine Gewichte zu reduzieren.

Aber man kann es in diesem Moment auch nicht ändern, also bringt es auch nichts, sich unnötig darüber aufzuregen.

erfolg beim muskelaufbau

Es geht darum, trotzdem sein Training durchzuziehen und dann eben in der nächsten Einheit wieder Vollgas zu geben. Dazu werden Ernährung, Training und Regeneration analysiert, um zu verstehen, warum heute die Leistung einen Einbruch hatte.

Du solltest also anfangen, lösungsorientiert zu denken, wenn ein Problem auftaucht. Nur so kannst Du Erfolg beim Muskelaufbau haben. Das gilt nicht nur für den Kraftsport, sondern so solltest Du in allen Lebensbereichen denken.

Erfolg beim Muskelaufbau

Man bekommt im Kraftsport nichts geschenkt.

Allein Wille und Disziplin entscheiden über Erfolg oder Misserfolg. Und das ist meiner Meinung nach auch gut so.

Man ist also allein selbst dafür verantwortlich, ob man in diesem Sport erfolgreich ist oder eben nicht.

Im Teamsport ist das manchmal anders. Ich habe selbst früher viel Fußball gespielt. Auch, wenn man selbst von seiner Leistung überzeugt war, konnte man ein schlechtes Teamergebnis leicht auf andere Teammitglieder schieben.

Der Torwart ist schuld, die Verteidiger haben geschlafen oder der Stürmer hat mehrere Chancen vergeben.

Das ist eben anders im Fitnessstudio: Hier kannst nur Du darüber entscheiden, ob Du etwas erreichst, ob Du Muskeln aufbaust, oder eben nicht. Niemand anderes kann das für Dich übernehmen oder Dich zum Ziel tragen. Übernimm also Verantwortung für Deinen Erfolg beim Muskelaufbau!

Die Konsequenzen kleiner Entscheidungen kennen

Ich finde es absolut in Ordnung, wenn jemand Kraftsport nur zum Ausgleich betreibt. Nach einem langen Arbeitstag noch einmal ein wenig auspowern.

Wenn man aber hochgesteckte, sportliche Ziele hat, die ich übrigens jedem empfehlen würde, und etwas erreichen möchte, dann sollte man auch bereit sein, dafür hart zu arbeiten.

Dabei ist es egal, ob das Ziel Muskelaufbau, Kraftsteigerung oder ein bestimmtes Körpergewicht ist.

Was ich aber oft mit Entsetzen feststellen muss, ist die Unwissenheit über die eigenen Entscheidungen. Es ist in Ordnung, wenn Du die heutige Trainingseinheit ausfallen lässt. Aber Du solltest Dir über die Konsequenzen im Klaren sein.

erfolg beim muskelaufbau

Ich kann nur schwer verstehen, wenn Menschen meckern, dass sie nichts erreichen und nicht vorankommen, wenn sie wissentlich nicht zielgerichtete Entscheidungen treffen.

Wenn Dein wichtigstes Ziel momentan der Muskelaufbau ist, dann sollten möglichst alle Entscheidungen auf dieses Ziel ausgerichtet sein.

Wenn Du eine Entscheidung triffst, die nicht unbedingt zielgerichtet ist, dann ist das okay. Wichtig ist nur, dass Du die Konsequenzen dieser Handlung bzw. Entscheidung im Hinterkopf behältst und dann auch akzeptierst, dass Du vielleicht gerade nicht das Maximum herausgeholt hast.

Ich bin auch kein Fan von Einschränkung der Lebensqualität aufgrund des Sports. Aber es ist natürlich klar, dass ein Bodybuilder, der sein gesamtes Leben dem Sport unterordnet, mehr Erfolg haben wird, als jemand, der dies nicht tut. Und diese Tatsache sollte man verstehen.

Prioritäten setzen für maximalen Erfolg

Das Problem bzw. das Gute am Kraftsport oder Bodybuilding ist, dass man fortlaufend Gas geben muss, um Erfolg beim Muskelaufbau zu haben. Es ist ein Marathon, kein Sprint. Und es ist tägliche Arbeit.

Es reicht eben nicht, nur zweimal pro Woche auf die Ernährung zu achten.

Es ist konstante, tägliche Arbeit.

Deshalb ist es wichtig, Prioritäten zu setzen und Entscheidungen zu treffen, wie oben bereits erwähnt. Dazu gibt es ein wunderbares YouTube-Video, welches genau diese Thematik darstellt. Die kleinen Entscheidungen im Leben haben oft den größten Einfluss.

Die Entscheidung, ob man nun am Abend mit ausgeht oder doch früh schlafen geht, um anschließend voll regeneriert ins Training starten zu können, liegt in Deiner Hand. Wie bereits erwähnt, sind beide Entscheidungen absolut vertretbar und in Ordnung.

Aus Fehlern lernen

Wenn man eine Entscheidung getroffen hat, die nicht zum gewünschten Erfolg geführt hat, dann sollte man beim nächsten Mal die andere Entscheidung treffen. Eben aus seinen Fehlern lernen und sie beim nächsten Mal nicht mehr begehen.

Leider gibt es aber immer wieder Menschen, die Woche für Woche wissentlich den gleichen Fehler begehen und sich wundern, warum es mit dem Muskelaufbau nicht funktioniert.

Wenn man weiß, dass exzessiver Alkoholkonsum kontraproduktiv für den Muskelaufbau ist, dann sollte man auch seine Entscheidung danach richten. Dann aber trotzdem jede Woche feiern zu gehen und viel zu trinken, nur um danach immer wieder aufs Neue zu merken, dass es die falsche Entscheidung war, halte ich für ziemlich blöd.

Nur, dass wir uns richtig verstehen: Feiern zu gehen ist absolut nicht verwerflich. Spaß zu haben ebenso nicht. Dann solltest Du Dir aber auch eingestehen, dass Deine höchste Priorität momentan nicht der Muskelaufbau ist. Wenn Du das akzeptierst und damit zufrieden bist, ist alles in Ordnung.

Selbstdisziplin ist entscheidend

Jetzt kommt ein Spruch, der sehr nach einem typischen Persönlichkeitsentwicklungsbuch klingt.

Du musst bereit sein, das zu tun, was andere niemals tun werden, um die Dinge zu haben, die andere niemals haben werden.

So kitschig dieser Spruch klingen mag, so wahr ist er. Denn genau so ist es im Kraftsport. Nur Du bist verantwortlich für Deinen Körper. Niemand sonst. Auch Ausreden bringen Dir nichts und das Mitleid der Mitmenschen lassen Deine Muskeln auch nicht wachsen.

Disziplin im Training

Es soll bestimmt Trainierende geben, die folgenden Aussagen nicht zustimmen werden. Ich bin allerdings der festen Überzeugung, dass das Smartphone und besonders soziale Netzwerke eine große Ablenkung darstellen während des Trainings.

Man wird immer wieder aus dem Fokus gerissen, wenn man eine Nachricht empfängt oder auf Instagram auf einem lustigen Beitrag markiert wurde.

Deshalb empfehle ich Dir: Probiere für die nächste Zeit, während des Trainings dein Handy auf Flugmodus zu schalten. So bleibt der volle Fokus auch wirklich beim Training. Und Du hast danach noch genügend Zeit, um die WhatsApp-Nachrichten zu beantworten. 60-90 Minuten ohne Smartphone am Tag sollten möglich sein.

Ich sehe viele im Studio, die während einer Satzpause anfangen, zu telefonieren. Warum? Die Konzentration ist verloren und die Geschichten des letzten Wochenendes können auch zu einem anderen Zeitpunkt besprochen werden.

Auch, wenn es wichtige Telefonate sind: Versuche, diese um Dein Training zu legen, um diese 60-90 am Tag wirklich nur für Dich zu haben.

Fazit

Nicht nur die Einstellung zum Sport generell ist entscheidend. Es geht vielmehr um die kleinen Dinge, denen man gar keine große Bedeutung zuschreibt. Wenn diese sich aber anhäufen, haben sie einen großen Effekt.

Daher: Sei Dir über die Konsequenzen Deiner Handlungen und Entscheidungen bewusst und frage Dich immer vorher, ob es Dir zu Deiner Zielerreichung weiterhilft.

Wenn es dies einmal nicht tut, dann ist das auch kein Problem. Du solltest Dir nur darüber bewusst sein.

Du hast Deinen Erfolg beim Muskelaufbau in der Hand. Muskelaufbau kann niemand anderes für Dich übernehmen. Also arbeite hart und bleibe diszipliniert. Muskelaufbau ist ein Marathon und kein Sprint.